Da flogen grade mal wieder richtig die Fetzen bei einer Diskussion ob Socken jetzt im Garten getragen werden müssen oder nicht, als es am Donnerstag um 10:00 an der Tür klingelte. Ach was war das für eine Erleichterung, als die Guards grinsend (unter ihrer Maske) vor der Tür standen und das Siegel und den Alarm entfernten und uns feierlich die offiziellen Dokumente zur Freiheit überreichten.

Endlich dürfen wir das Haus wieder durch die Haustüre verlassen und es dauerte keine 5 Minuten, da spazierten wir erst mal zu den Nachbarn, die teilweise auch erst kurze Zeit „draußen“ waren. Ich weiß nicht wie es Euch geht aber tatsächlich sind wir während der letzten Wochen mit vielen Menschen näher zusammen gerückt, trotz der physischen Distanz. Es gab so viele nette Mails, Telefonate und Überraschungslieferungen von Blumen, Gebäck oder Erdbeeren von Freunden und Nachbarn. Toll war das- danke dafür!

Wir haben die Zeit zu Hause aber auch richtig genossen. Endlich als Familie wieder zusammen zu sein, die ganzen Ereignisse der letzten Wochen verarbeiten, kochen, backen, basteln (ihr kennt das Programm🙃).

Natürlich blieb auch bei uns der Lagerkoller nicht aus und gegen Mitte der zweiten Woche erhöhte sich der Lautstärkepegel und auch der Alkoholkonsum 🍷 Immerhin haben wir nach langer Suche gute Weine gefunden ☺️.
Man hat aber auch viel Zeit um nachzudenken und zu reflektieren. Schließlich ist jetzt schon das erste Jahr unseres China-Abenteuers vorbei. Wahnsinn – wo ist es hin🤷♀️ Zwar haben wir uns an so viele Kuriositäten wie Schlafanzüge, Körpergeräusche, Verkehr, Essen etc. gewöhnt und mit vielen netten Menschen um uns herum fühlen wir uns nicht mehr fremd hier in China aber wir haben noch lange nicht alles entdeckt, bereist, erfahren und gelernt. Falls wir dieses Jahr wirklich nicht mehr ins Ausland verreisen dürfen, wollen wir das als Gelegenheit nutzen China noch besser kennen zu lernen😄 Doch noch hat jede Provinz seine eigenen Maßnahmen und Reisen werden durch Quarantäne Auflagen erschwert. Aber wir hoffen sehr, dass sich dieser Zustand bald ändert.
Jetzt sind wir zwar wieder frei, doch ist es noch lange nicht die „Freiheit“, die wir vor Covid 19 hatten. Zwar wurde die Maskenpflicht gelockert aber sobald man ohne Maske rumläuft, wird man gleich sehr kritisch beäugt. Also wieder rauf mit dem Schutz.

Viele öffentliche Gebäude und Sehenswürdigkeiten wurden zwischenzeitlich, aus Angst vor der zweiten Ansteckungswelle, wieder geschlossen 😕 Auch viele Parks oder Hotels sind nur eingeschränkt nutzbar. Natürlich nur mit grünem Healthcode oder gleich nur für chinesische Staatsbürger. Das gibt einem leider ein mittelgutes Gefühl und minimiert die Ausflugsziele. Aber hey, das Wetter ist schön und wir machen das Beste daraus 😎

Hier ein Paar Eindrücke unserer ersten Tage vor der chinesischen Haustür.


Heute, haben wir den Tag bei einem Ausflug zum Westbund genossen. Hier können die Kinder an der Uferpromenade super Fahrrad fahren, es gibt einen Skaterpark und Kletterwand. Da heute am 4. April ein chinesischer Feiertag (Gräbertag) war, waren auch 2-3 Chinesen da ☺️ Wer mehr über den Gräbertag (Qingming) wissen möchte , schaut mal auf nihaoshanghai.blog .Hier findet ihr eine schöne Zusammenfassung.



Fieber messen: ist grade überall angesagt, wie auch hier im Restaurant
Kinder gassi führen: ein beliebtes Hobby
Kriegsspiele: leider überall an der Tagesordnung 😕























































