Ein neuer Anfang

Am Dienstag war es endlich soweit – endlich wieder Kindergarten. Kinder und Eltern waren alle recht aufgeregt denn immerhin ist der letzte Kindergartentag schon fast 5 Monate her 🙃 Damals verabschiedeten wir uns in den Urlaub nach Vietnam. Wer hätte gedacht, was in der Zwischenzeit so alles passiert. Im Vorfeld zur KiGa- Wiedereröffnung gab es eine Menge Emails mit Hinweisen, Regeln, Auflagen und sogar ein Video zum neuen Einlassverfahren. Eltern dürfen zur Zeit zum Beispiel gar nicht auf das Schulgelände. Ich muss wirklich sagen, die Deutsche Schule hat uns in der Zwischenzeit immer mit vielen Infos versorgt und sich sehr bemüht, alle Eltern auf dem Laufenden zu halten. Und jetzt müssen sie sich natürlich strikt an die Auflagen der Schulbehörde halten.

Schon am Vorabend hatten wir alles bereit gelegt und Dienstag morgen waren wir alle so früh wach, wie schon lange nicht mehr 🙈 So sieht er aus der neue Alltag: Täglich muss ein Zettel ausgefüllt und unterschrieben werden, indem wir bestätigen, in den letzten 14 Tagen Shanghai nicht verlassen zu haben. Außerdem jeden morgen Fieber messen und eintragen. Kein geschnittenes Obst mitgeben, Mundschutzpflicht im Schulbus. Dann nochmal Fieber messen und Hände desinfizieren am Eingang zu Schule. Zum Glück dürfen sie den Mundschutz im Kindergarten dann abnehmen. Aber alles in Allem haben sich die Kids schnell an den neuen Ablauf gewöhnt und die Freude über den Alltag im Live- Kindergarten überwiegt! Auch bei den Mamas natürlich.

Lina allerdings vermisst ihren großen Bruder schon sehr und will auch ihre Schuhe anziehen wenn Vincent morgens mit Papa das Haus verlässt. Ab jetzt bin ich natürlich noch mehr gefragt und sollte den Sommer noch mit ihr genießen, bevor sie auch im Herbst in die Kita geht…und jetzt sind es sowieso nur noch 4 Wochen bis zu den Sommerferien ☀️

Kinder, Kinder

Diese Woche war sooo aufregend! Da muss ich mehrere Artikel draus machen 😆 Gerade sitze ich bei der Pediküre und habe etwas Ruhe, um durch meine Fotos zu stöbern. Pediküre und Maniküre sind hier übrigens sehr erschwinglich, genau wie auch Massagen und sonstige Spa Anwendungen. Es gibt unzählige Angebote von Damen, die zu einem nach Hause kommen und einem zwischen kochen und Kindern die Nägel machen. Viele schaffen sich sogar eine eigene Massage-Liege an, damit man auch dafür nirgendwo hinfahren muss. Ich persönlich gehe gerne irgendwo anders hin und genieße die Ruhe. Zu Hause ist zu Hause und Spa ist wo anders 😆

Außerdem hat die Poolsaison wieder eröffneten Vincent plantscht schon fleißig mit den Kids nebenan.

Zurück zu dieser Woche. Eigentlich eine Aneinanderreihung von tollen Erlebnissen. Am Wochenende haben wir den Weltkindertag mit befreundeten Familien bei einem Family-Brunch gefeiert. Hier gab es Dauerbespassung für die Kids und free Flow für die Eltern. Eine wunderbare Mischung 😀

Gleich am Montag ging es in einen nahegelegenen Botanischen Garten, dessen Hauptattraktion für Kinder ein schöner Abenteuerspielplatz ist. So einen findet man tatsächlich selten hier in China. Mit echtem Holz und ganz viel echtem Sand!

Why not?

Ok, es hat fast ein ganzes Jahr gedauert, bis ich unseren Fahrradanhänger (an dieser Stelle ein lieber Gruß nach Hannover ☺️), den wir extra aus Deutschland mitgebracht haben, aus der Versenkung geholt habe. In sämtlichen Chatgruppen wurde meistens davon abgeraten ihn hier zu benutzen, denn der Verkehr sei zu gefährlich. Aber hier im Outback (so wird unser Außenbezirk genannt) sind die Straßen groß genug. Und nachdem ich Besuch von Krabbelgruppenmuttis hatte und alle mit Fahrradanhänger unterwegs waren, habe ich mich auch getraut. Ein Stück Heimatgefühl hier am Rande von Shanghai und vor allem Bewegung. Denn man bewegt sich hier im Alltag einfach viel zu wenig.

Es ist schon immer ein bisschen abenteuerlich, wenn ich mit dem Anhänger und den Kids irgendwo hin fahre und ich ernte überall verwunderte aber auch belustigte Blicke der lokalen Bevölkerung. Die wiederum finden es ja ganz normal mit einer 5-Köpfigen Familie und einem Hund ohne Helm und ohne Beachtung (wahrscheinlich auch ohne Kenntnis) der Verkehrsregeln herumzufahren. Man muss seine Augen und Ohren schon wirklich überall haben, gerade wenn man große 6-spurige Kreuzungen überquert und die hiesigen Rollerfahrer rote Ampeln einfach ignorieren. Aber trotzdem ist es ein Stück Freiheit und Heimat. Zum Glück sind die Gehwege hier breit genug für Vincent zum fahren.

Da es wohl doch vermehrt zu Unfällen mit Zweiradfahrern kommt (oh Wunder!), hat die Regierung jetzt eine Helmpflicht angeordnet. Nur kommen leider die Hersteller mit der Produktion nicht nach, wenn plötzlich jeder Chinese einen Helm kaufen will 🙃 und so gibt es erst mal eine Übergangsfrist.

Eine Freundin hat uns diese Woche einen versteckten Spielplatz gezeigt. Verrückt, da denkt man die Straße ist zu Ende, fährt unter der Autobahnbrücke hindurch, an einigen bewohnten Containern vorbei und steht plötzlich vor einer Herde Ziegen 😄. Weiter an einem kleinen Butique Hotel mit Gartenanlage vorbei (wo kommt das jetzt her und wer macht hier Urlaub 🤔) und dann ist da auf einmal ein Spielplatz- nice 👍🏻 Es it’s zwar das gleiche Plastik-Rutschen-Kletter Gestell was man überall findet aber schon der Weg war den Ausflug wert 😄

Ansonsten hatten wir am Wochenende Besuch aus Peking. Ja, die Welt ist ein Dorf. Denn durch Zufall ist Tommy (Phillips alter Praktikumskollege aus Stuttgart) gerade als Expat in Peking und hat ein Wochenende in Shanghai verbracht.

So, und jetzt erwarten wir Regen 🌧

Beachday

Am Montag ist mein Fahrertag und diese Woche wurde er mal besonders gefordert. Denn es hieß „pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein“ – es ist Beachtime 🏖

Natürlich wollte Vincent neben der Badehose auch gleich die komplette Tauchausrüstung mitnehmen aber in weiser Voraussicht versuchte ich ihm zu erklären, dass dieser chinesische Strand vielleicht nicht ganz dafür geeignet ist. Wir hatten schon so einiges gehört über den Jinshan City Beach. Nach nur 1 Stunde Fahrt erreichten wir unser Ziel. Die Stadt Jinshan gehört noch zu Shanghai und sieht auch nicht anders aus als andere Ecken der Stadt. Zwar war die Luft hier um einiges besser als bei uns aber wir konnten uns nicht vorstellen, wo hinter dem ganzen grau ein schöner Strand versteckt sein soll. Aber tatsächlich, an einer Straßenecke fanden wir den Eingang und nach dem üblichen Einlassprozedere (Healthcode zeigen, Fieber messen, Passnummer…) waren wir drin. Noch kurz über einen Hügel und da lag er vor uns der Sand, ganz viel Sand und fast menschenleer 🏖 Das sah nach Urlaub aus

Ok, die Strandmuschel durften wir nicht aufbauen, denn dafür gab es einen ausgewiesenen „Zeltplatz“ 😀 natürlich- hier wird ja nichts dem Zufall überlassen! Und so hatte der nette Wachmann wenigstens auch seine Berechtigung. Im Sommer tummeln sich hier angeblich massenweise Chinesen mit bunten Schwimmreifen im Wasser (die wenigsten können schwimmen). Wir waren am Montag fast alleine.

Zur Zeit ist das Baden verboten, allerdings würden mich auch 10 Pferde nicht in diese Dreckbrühe bringen. Auf dem Satelitenbild kann man die braune Brühe gut sehen 😕

Anscheinend wird hier noch mit einer Mauer versucht irgendwas besser zu machen aber mit mäßigem Erfolg 🤭

Selbst die Kids haben die Lust am Wasser verloren, als sie kurz vorher in schwarzem Schlick feststeckten 🙈. Naja, wir wollten mal lieber keine Wasserproben nehmen und haben trotzdem einen wunderschönen, entspannten Tag am Strand genossen. Da es ohne Wasser und ohne Schatten allerdings zu heiss wurde, musste zur Abkühlung der Wasserhahn am Klohäuschen herhalten ☺️.

Zwischendurch gab es noch gigantische Sandkunstwerke zu bestaunen.

So schlimm wie hier hab ich allerdings das chinesische Fotohopping noch nie empfunden. Ständig kamen irgendwelche Touristen, die sich mit uns auf der Picknickdecke fotografieren ließen, als wären wir Wachsfiguren 🙃.

Erschöpft, glücklich mit Sonnenbrand und Sand zwischen den Zehen ging es am Nachmittag wieder heimwärts. Und weil der Tag schon so gut anfing kamen auch gleich noch zwei super Neuigkeiten hinterher.

1. KiGa Start für Vincent am 2.6. bestätigt

2. Linas Kita Platz ab Herbst auch bestätigt

Super! So kann es weitergehen.

Und zum guten Abschluss des gelungenen Tages feierten wir unseren 7. Hochzeitstag bei atemberaubendem Ausblick 🥂

Es geht wieder los

Ich liege nachts im Bett, lausche dem Regen und schwitze unter der dünnen Decke. Zwar auch irgendwie romantisch aber ich weiß genau, wie müde ich morgen bin, weil ich so spät eingeschlafen bin. Es ist wieder warm. Warm und schwül. Mit Klimaanlage zu kalt, ohne zu warm…das alte Spiel. Die Kinder sind geplagt von Mückenstichen aber erschöpft vom Spielen in den Tiefschlaf gefallen ☺️ Das Tagesziel (die Kids müde machen) haben wir heute erreicht 👍🏻 Wasserspiele im Garten sind grade fast täglich angesagt und Lina ist es dabei herzlich egal ob die angezogen ist oder nicht. Wenn sie ein Planschbecken sieht, geht sie rein – egal was ist 😄

Auch der erste Sportkurs für Kinder seit Beginn der Corona-Krise läuft seit letzter Woche und wird quasi von verzweifelten Eltern überrant, die es nicht abwarten können, ihren Nachwuchs mal für 1h abzugeben, um ihn dann ausgepowert und glücklich wieder abzuholen. KungFu mit Andy finden alle super (und auch die Mamas haben was zu gucken 😄).

Und dann kam da gestern auch noch die langersehnte Nachricht der Regierung- BIG NEWS- dass endlich ab dem 2.6. die Kindergärten wieder öffnen dürfen 🥳. Ihr könnt euch ja vorstellen, wieviele Freudentänze getanzt, Sektkorken geknallt und Jubelrufe durch die Mami-Chats geteilt wurden👯‍♀️💃🍾

Jetzt heißt es nur noch auf die offizielle Nachricht der Deutschen Schule warten und dann dürfen die Kinder hoffentlich nochmal 4 Wochen KiGa-Luft schnuppern, bis die Ferien am 24.6. beginnen. Das ist toll, denn Vincent kommt ja dann in die Vorschule ☺️ wieder ein neuer Start!

Zum Schluss noch ein paar Kuriositäten der vergangenen Woche 🙃

Vor dem Eingang einer chinesischen Großraumdisco steht sowohl ein Automat für den „Last-Minute Blumenstrauß“ als auch einer mit Wassereis in den Sorten Gin-Tonic und Mojito 🤣

Noch ein schönes Beispiel für einen Social distancing reminder an einer chinesischen Schule ☺️

Und am Ende noch eine Beschäftigungsidee falls euer Nachwuchs auch mal um 5 Uhr morgens wach ist. Mir war nicht klar, mit wieviel Hingabe man stundenlang Wattestäbchen einräumen und auskippen kann 😆

Wo bitte gehts hier zum Jungle?

Ein schönes, entspanntes langes Wochenende liegt hinter uns und rückblickend war es voller toller Momente, lieber Menschen und gutem Essen ☺️

Fast alle hatten nach dem 1. Mai auch den Montag und Dienstag noch frei. Für solche zentralen verlängerten Wochenenden muss Mann an einem Samstag und einem Sonntag vor- bzw. nacharbeiten. Nicht so schön aber so what?!

Nach diversen kleinen und großen Grillfeiern, waren wir am Montag (mit 3-5 anderen Menschen 🙈) im Gongqing Forest Park. Ein (natürlich künstlich) angelegter Wald-Park mit richtig viel Bäumen.

Natürlich machen 5 Bäume noch keinen Wald aber es reicht dafür, dass die Chinesen den halben Hausstand und die Decathlon Ausrüstung auf den Bollerwagen packen, Zelte und Hängematten aufschlagen und einen gemütlichen Tag in der Natur verbringen.

Und tatsächlich hat man das Gefühl wo anders zu sein. Auch die Luftwerte sind hier viel besser als in der Stadt. Nachdem die „Einreiseformalitäten“ (Healthcode zeigen, Fieber messen, Passnummern eintragen, Barcode Scan, bezahlen) erledigt sind, dürfen wir uns am Eingang anstellen☺️.

Zum Glück waren wir relativ früh dran und somit auch schnell drin. Voller Erwartungen folgen wir den Wegweisern „Adventure Path“ und „Jungle“. Wir merken allerdings schnell, dass wir uns ja immer noch in China befinden und somit 5 Bäume und ein angelegter Trampelpfad ein „Jungle“ sind und das „Adventure“ darin besteht Hochzeitspaaren bei ihrem Shooting in der wilden Natur zu beobachten 😁.

Zwischendurch fragen wir uns sogar ob das Vogelgezwitscher echt ist oder aus Lautsprechern kommt 🙃 Was Realitäten angeht, sind wir skeptisch geworden…

Somit sind wir auch nicht enttäuscht, dass das Schild „children’s playground“ zu einem Rummelplatz mit Karussells und Achterbahn führt (das kennen wir bereits aus anderen Parks). Nichts desto trotz verbringen wir hier einen sehr schönen, entspannten Tag mit Picknick in bester Gesellschaft und sonnigem Wetter. Natürlich schaut sich Lina auch das Buffet von anderen Picknickdecken an ☺️. Das sieht grundsätzlich gar nicht so anders aus als unseres. Etwas mehr Plastik und take away vielleicht aber auch Gemüsesticks sind zu sehen.

Selbst im Wald bleiben Handy und Laptop vor der Nase

Das neue „daily life“

In letzter Zeit werde ich oft gefragt, ob bei uns in China wieder alles „normal“ ist.

Hm, da muss ich kurz nachdenken. Natürlich fühlt sich unser Leben hier gerade viel normaler an, als die derzeitigen Einschränkungen in Europa und dem Rest der Welt. Doch normal- das heißt so wie vor Corona, ist es überhaupt nicht. Das neue NORMAL bedeutet für uns Masken tragen wenn wir raus gehen (nicht nur im Supermarkt), den Healthcode auf dem Handy immer bereit zu haben, wenn wir Restaurants, Parks oder andere öffentliche Gebäude betreten. Fieber messen an allen Eingängen (die Einlass-Grenze liegt glaube ich bei 37,3), am Wochenende die Play dates für die Woche planen. Natürlich sind wir heilfroh den Alltag mit anderen Kindern und Eltern verbringen zu können. Da gibt es natürlich immer mal gute und schlechte Tage, was die Stimmung angeht. Leider fehlen ja auch immer noch einige Kinder, die mit ihren Mamas noch in Deutschland sind. Nachdem China seine Grenzen dicht gemacht hat, sind viele Familien auf unbestimmte Zeit von ihrem Papa getrennt. Da sind wir heilfroh, dass wir noch rechtzeitig geflogen sind. Phillip muss auch auf der Arbeit Maske tragen und die meisten Meetings finden immer noch per Skype statt. Natürlich geht da viel vom persönlichen Miteinander verloren. Zum Glück haben wir diese Einschränkungen privat nicht mehr und das wissen wir auch zu schätzen. Für die Kinder sind es einfach gaaanz lange Ferien. Denn auch hier wird der Kindergarten wohl nicht mehr vor den Sommerferien öffnen.

Große Unsicherheiten gibt es auch noch beim Thema Reisen innerhalb Chinas. Nachdem Ausländer in vielen Hotels zur Zeit nicht gern gesehen bzw. von Buchungen ausgeschlossen werden, traut man sich nicht wirklich etwas zu planen. Jede Region hat ihre eigenen Maßnahmen und da will man sich nicht von plötzlichen Quarantäne Regelungen überraschen lassen. Trotzdem waren dieses (lange) Wochenende einige unterwegs und wir freuen uns auf deren Berichte. Denn wir sind sooo reisehungrig und freuen uns, das Land zu entdecken.

Die ersten nationalen und internationalen Schulen haben letzte Woche wieder eröffnet. Wenn auch erst mal nur für Abschlussklassen und mit strengen Auflagen aber immerhin. Natürlich gelten auch hier strenge Regeln, wie diese Bilder verdeutlichen.

Selbst gebastelte Hüte um Social Distancing zu verdeutlichen

Wir genießen natürlich auch die schönen Seiten der neuen Situation. Dadurch, dass kaum Touristen in Shanghai sind, kann man relativ gemütlich durch die Stadt spazieren und die Metro nicht so voll wie sonst.

Die nette Crêperie in der French Concession können wir sehr empfehlen.

I don’t speak Chinese

Puuuuh, mein Kopf raucht. Diese Woche habe ich meine Chinesisch Lehrerin Huanhuan wieder aktiviert und natürlich mussten wir irgendwie fast wieder von vorne anfangen. Oh man, diese Sprache ist einfach sau schwer und so wirklich überhaupt nichts für faule, sprachunbegabte Menschen wie mich. Ok, natürlich würde es helfen zwischendurch Vokabeln zu lernen und das Ein oder Andere zu wiederholen aber ich brauche euch nicht zu erzählen wie viel Zeit und Motivation neben der 24/7 Kinderbespassung dafür bleibt. Die 90 Minuten Unterricht (die Lehrerin kommt zu mir nach Hause) schiebe ich in Linas Mittagsschlaf, während ich Vincent vor dem TV parke. Das funktioniert ganz gut und es ist erstaunlich was ich theoretisch schon alles sprechen bzw. verstehen könnte… Allerdings schaue ich Huanhuan doch immer völlig verzweifelt an, wenn sie mir eine Frage in normalem Tempo (oder ist es Zeitlupe🤔) stellt und wir müssen Wort für Wort sezieren, bis sich das Puzzle in meinem Kopf zusammen setzt🤪 Da bewundere ich meine liebe Freundin zutiefst, die (wohlgemerkt nach 4 Jahren in Schanghai) fließend chinesisch spricht und sogar Schriftzeichen lesen kann. „Dran bleiben!“ rät sie mir immer 😄🤯

Ansonsten haben wir uns einen annehmbaren Alltag gestrickt. Zwischen täglichen Play Dates in unterschiedlichen Compounds, Nachbarschaftstreffen, Backen, Kochen, Pilates im Garten ( sehr zur Freude unserer chinesischen Nachbarn, die manchmal mit dem Handy hinterm Vorhang stehen) finden 2x wöchentlich Videochats mit der KiGa Gruppe statt. Das Wetter ist gerade ein Geschenk und wir genießen die frühsommerlichen Temperaturen, bevor mit der Hitze auch die Mücken kommen. Auf dem Spielplatz müssen übrigens auch Prinzessinnen Mundschutz tragen 👸 😷 😄

Diese Woche kam die lang ersehnte Info der Deutschen Schule mit der Info über die Wiedereröffnung. Hinter diesem Vorhang verbarg sich leider ein Zonk (kennt ihr den noch?😀) für die Kindergarten- und Grundschulkinder. Denn für die Kleinen bis zur 3. Klasse gibt es noch kein Wiedereröffnungsdatum 😕 Zwar habe ich auch nicht wirklich damit gerechnet, vor dem Sommer wieder zu starten, allerdings stirbt die Hoffnung ja bekanntlich zuletzt…Wenigstens bietet die Bibliothek der Schule eine Torausleihe an und somit sind wir zumindest mal zum Eingangstor spaziert. Auf dem Weg ist uns ein Rollerfahrer aufgefallen, der mitten auf der Straße neben seinem Roller hockte.

Das ist ein typisches Bild nach einem Unfall. Anscheinend bleiben die Betroffenen einfach an Ort und Stelle stehen bzw. sitzen oder liegen bis die Polizei kommt.

Am Sonntag muss Phillip leider arbeiten um ein langes Wochenende am 1. Mai zu rechtfertigen. Eigentlich wären wir nach Bali geflogen und eigentlich wäre grade meine liebe Freundin Henni bei uns zu Besuch in Shanghai 😭 Aber da ja jetzt einfach alles anders ist, werden wir bestimmt auch so was schönes unternehmen. Denn auch von Shanghai haben wir noch lange nicht Alles gesehen…

Ab ins Erdbeerfeld

Ich muss sagen, seit dem ich gehört habe, dass hier Erdbeeren mit Zucker und Farbstoff (und ich will gar nicht wissen was noch alles) gespritzt werden, bin ich lokalem Obst gegenüber immer sehr skeptisch. Aber es gibt sie tatsächlich, die Erdbeerfelder in Shanghai. Es ist doch erstaunlich ähnlich wie bei uns zu Hause. Da fährt man von der stark befahrenen 6 spurigen Schnellstraße ab und steht ein paar Straßen weiter mitten im Nirgendwo und mein rülpsender Fahrer schaut mich fragend an. Nach dem Motto „was willst du hier?“. Alles wirkt plötzlich sehr dörflich und am Straßenrand entdecken wir dann 10 mittelgroße Gewächshäuser mit einer kleinen Hütte davor. Der nette Bauer wittert ein Geschäft (schließlich fahren wir mit 3 SUVs und insgesamt 6 Kindern vor) 😄, drückt uns Körbe in die Hand und schickt uns zu Gewächshaus No. 5. Und los gehts. Die Kinder wühlen sich durch die Gänge und vergleichen erst mal ihre Füllmenge. Wie in Deutschland landet auch hier mehr im Bauch als im Korb 🙃 Ist zwar bestimmt kein Bio aber der Größe und dem Geschmack nach zu urteilen ist hier zumindest 100% Erdbeere drin.

Nebenbei wird wohl auch Honig hergestellt

Ein schöner Ausflug nur 15 Minuten von uns entfernt. Natürlich bekommen wir am Ende noch den Laowei Aufschlag, denn billig war es nicht ☺️ aber es hat sich gelohnt und die Kinder waren glücklich. Zwar verfallen die Beeren bei zaghafter Berührung bereits zu Brei, aber für ein Paar Gläser Marmelade hat es gereicht 😋

Mama, wie kommt der Osterhase nach Shanghai?

Habt ihr auch Kinder zwischen 3-5? Da wird schon so einiges hinterfragt… „Springt der dann von Insel zu Insel?“ oder „gibt es in jedem Land einen eigenen Osterhasen“, „stirbt der denn gar nicht?“ Da muss man als Eltern schon mal überlegen 🤔

Tatsächlich haben wir von vielen Familien gehört, dass sie dieses Jahr schon besonders früh auf Eiersuche gehen mussten 🐣🐰 Da muss der Osterhase eben mal früher aufstehen 🙈 Man merkt einfach, wie die Kinder jedes Highlight feiern. Auch wir waren schon früh im Garten, bevor es die Sonne um die Ecke geschafft hatte und es war noch ganz schön frisch nach dem Regentag gestern.

Tatsächlich war der Osterhase in Shanghai

Ansonsten können wir das Osterwochenende als Schlemmer-Wochenende verbuchen. Wir sollten uns überlegen die Fastenzeit vielleicht hinten dran zu hängen…

Deutsch/Holländische Karfreitags-Runde
Ostersonntags-Brunch
Ostersonntags-Kaffeeklatsch

Leider zählt Ostern nicht zu den chinesischen Feiertagen und somit ist auch kein langes Wochenende. Während Phillip morgen wieder arbeiten muss, haben wir einen Ausflug zum „Erdbeerfeld“ 🍓 geplant. Wir sind gespannt ☺️

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